Den kuenstlerischen Horizont erweitert

Vergangenen Sonntag hatte Esther Gwerder zur dritten Vernissage in ihr duales Atelier «Kunst und Kleider» geladen. Über 60 Gäste bestaunten die aussergewöhnlichen Arbeiten der am Hauptort aufgewachsenen Maya Prachoinig.

Die Vernissage von Maya Prachoinig war äusserst gut besucht.

Selbst die einladende Figur am Eingang der Galerie «Kunst und Kleider» sang vom Glück  des erweiterten Horizonts, dem Ausstellungsmotto. Die hübsche Schaufensterpuppe trug frech ein Hochzeitskleid in elegantem Schwarz. Im Raum stehen und hängen acht Werke der 33-jährigen Maya Prachoinig, die zu ihrer ersten Vernissage «daheim» am Hauptort lud.

Gestank weggezaubert

Absolute Blickfänge sind die beiden 160 x 120 cm grossen Fotomontagen im hintern Galerieteil. Glasklar scheint die Luft über dem Autoparking in Los Angeles und dem Dach über dem Flughafen von Mexiko Stadt. Den nachhaltigen Gestank von Autos und Flugzeugen hat Maya Prachoinig weggezaubert. Aus der Ferne lächelnde  Wolkenmontagen vermitteln diesen optischen Trugschluss.

Berühmtheiten seziert

Leute, die keinen Platz oder nicht das nötige Kleingeld für eines der grossen Fotoobjekte oder die mit Orangenschalen dekorierten Leinwände haben, könnten am Postkartenstand fündig werden. Ein Mondrian, Picasso, Miró oder eine Cindy Sherman gefällig? Allerdings werden die berühmten Oeuvre, unbarmherzig in winzige Pixel seziert, puzzlegleich im Taschenformat geliefert. Mit dieser bis zum 5. Januar dauernden Ausstellung hat die Galeristin Esther Gwerder bewiesen, dass sie auf gutem Weg ist. Bereits haben weitere arrivierte Schwyzer ihr Kommen für 2001 versprochen. Namen will sie noch keine nennen; doch sie fühlt, dass das Konzept, im vordern Raum ausgewählte Kunst zu präsentieren  und im hintern Ladenteil Kleider aus edlen Stoffen zu fertigen, zukunftsträchtig ist.

Bote der Urschweiz